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Patienten fragen – Urologen antworten

Wenn der Urin tröpfelt – Was tun?

Über das Thema Urinverlust spricht niemand gerne. Betroffene können damit oft schlecht umgehen. Jedoch gilt auch hier: Je früher erkannt, umso wirksamer ist auch hier eine medikamentöse oder operative Therapie.  Interessierte Bürgerinnen und Bürger und einige niedergelassene Kolleginnen und Kollegen waren der Einladung der Klinik für Urologie und Kinderurologie des St. Barbara-Hospitals Gladbeck (Chefarzt Prof. Dr. med. Bernhard Planz) zu einer Informationsveranstaltung im Rahmen der diesjährigen Welt-Kontinenzwoche gefolgt. 

Roland Homberg, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie im St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel berichtete über neue adjustierbare und nicht-adjustierbare Bänder bei Blasenschwäche sowie die Implantation eines künstlichen Schließmuskels und stellte dar,  wie wichtig es ist, für die Behandlung ein spezialisiertes Zentrum aufzusuchen.

Im St. Barbara-Hospital Gladbeck bieten die Experten einen neuen künstlichen Schließmuskel zur Implantation bei Blasenschwäche an, der aus einer Druckmanschette und einem Cuff zum Pumpen besteht.  Ein Reservoir muss bei diesem Verfahren nicht zusätzlich im Bauchraum implantiert werden. Hiermit hat die Klinik für Urologie und Kinderurologie – laut Chefarzt Prof. Planz das einzige Kontinenz- und Beckenbodenzentrum, zertifiziert durch die Deutsche Kontinenzgesellschaft in der weiteren Umgebung – bereits gute Erfahrung sammeln können.

 

Die Physio-Pelvic-Trainerin Robina Meinhardt berichtete anschließend über konservative Therapien, die den Schließmuskel trainieren und über Entspannungsübungen. Im Anschluss daran wurden verschiedene Inkontinenz-Einlagen, -Vorlagen, Slips, Textile Inkontinenzhosen und –Shorts, Pflegeoveralls und Bettauflagen, Netzhosen sowie Schutzhosen aus PVS und PU, Hautreinigung, Hautpflege und Beckenboden-Elektrostimulationsgeräte gezeigt.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen außerdem die Möglichkeit wahr, im Rahmen einer Führung einen Blick in die Behandlungsräume des Beckenboden- und Kontinenzzentrums zu werfen.

Die wohl wichtigste Botschaft, die die Urologen den Teilnehmern der Veranstaltung mitgaben, war: Je früher zum Arzt, desto besser die Heilungschancen.