Klinik für Anaesthesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Leistungsspektrum

Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie ist präoperativ zuständig für eine gründliche körperliche Untersuchung des Pa-tienten, die Bewertung aller klinischen Befunde und damit auch die Risikoein-schätzung sowie die Wahl des geeigneten Narkoseverfahrens. Der Abbau von Narkoseängsten und die medikamentöse Vorbereitung auf den Eingriff gehören ebenfalls zu den Aufgaben der präoperativen Patientenbetreuung.

Zwölf hochmotivierte Ärzte (überwiegend Fachärzte) und spezialisierte Fachpflegekräfte stellen rund um die Uhr die anästhesiologische Versorgung unserer Patienten sicher. 2006 wurden 6.200  Patienten der Kliniken für Extremitäten-, Gefäß- und Viszeralchirurgie sowie der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (2006 mehr als 1.000 Geburten) intra- und postoperativ versorgt.

Am Operationstag besteht unser Tätigkeitsspektrum nicht allein darin, Allgemeinanästhesien oder regionale Schmerzblockaden durchzuführen, sondern vor allem in einer engmaschigen Überwachung der Funktionen aller lebenswichtigen Organe, insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge, des Gehirns und der Nieren. Der Anästhesist ist maßgeblich für die Sicherheit des Patienten verantwortlich und besitzt die Qualifikation, für eine Wiederherstellung akut auftretender Organfunktionsstörungen zu sorgen.

Dazu kommen alle modernen Verfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie sowie deren Kombinationen einschließlich rückenmarknaher (Spinalanästhesie, Epiduralanästhesie) und periphere Nervenblockaden (Plexusanästhesien der oberen und unteren Extremität; Fuss- und Handblock) mit und ohne Katheter zur Anwendung.

Für den intraoperativen Ablauf ist die Aufbereitung von Eigenblut selbstverständlich. Wir verwenden neue Anästhesiemedikamente, die gut steuerbar sind und die Zeit bis zum Wiedererlangen der vollen Orientierungsfähigkeit verkürzen. Dies bietet nicht nur Vorteile bei stationären sondern auch bei ambulanten Patienten, deren Zahl in den letzten Jahren stetig zugenommen hat.

Die technische Ausrüstung aller sechs Operationssäle und des Aufwachraumes (Baujahr 2005) wird ständig auf dem neusten Stand gehalten und lässt neben der Überwachung der herkömmlichen Kreislaufvariablen wie Blutdruck und Herzfrequenz (inkl. on line ST-Segmentanalyse) ggf. eine intensive Kreislaufüberwachung zu.

Die technische Ausstattung erlaubt die Versorgung kritisch Kranker Patienten im Operationssaal wie auf einer Intensivstation  (inkl. Messung des Pulmonalisdrucks und des Herzminutenvolumens) unter differenzierter Beatmungstherapie.

Nach der Operation wird der Patient im Aufwachraum so lange überwacht, bis er gefahrlos auf die Allgemeinstation zurückverlegt werden kann. Hierfür stehen im Sankt Marien-Hospital Buer neun Stellplätze zur Verfügung an denen ggf. auch eine kurzfristige Nachbeatmung erfolgen kann.