Das Leistungsspektrum der Allgemein- und Viszeralchirurgie

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Sankt Marien-Hospitals Buer stellt die Behandlung onkologischer Krankheitsbilder einen wichtigen Schwerpunkt dar. Neben allen Malignomen des Verdauungstraktes stellen Patienten mit Pankreaskarzinomen sowie malignen Erkrankungen der endokrinen Organe (Schilddrüsenkarzinome, Nebennierenkarzinome und maligne endokrine Tumore des Pankreas) ein großes Kollektiv in unserer Abteilung dar.

Die minimal invasive Chirurgie hat sich innerhalb eines kurzen Zeitraumes von knapp 15 Jahren in vielen Bereichen der Viszeralchirurgie zu einem Standardverfahren entwickelt.

Die Vorteile des minimal invasiven Vorgehens liegen in erster Linie in patientenbezogenen Vorteilen und in der frühen postoperativen Phase und führen zu einer rascheren Mobilisation, geringerer Schmerzangabe und einem kürzeren stationären Aufenthalt.

Die technische Entwicklung erlaubt es mittlerweile, nahezu jeden abdominalchirurgischen Eingriff auf hohem Niveau auch laparoskopisch durchführen zu können.

Bei der Laparoskopie wird nach Anlage eines Pneumoperitoneums durch CO2-Insufflation eine Kameraoptik eingeführt mit der die Inspektion der Abdominalorgane auf Monitore übertragen wird. Über zusätzlich eingebrachte Arbeitstrokare von 5 oder 10 mm Durchmesser können dann die laparoskopischen Instrumente unter Sicht an den Ort des operativen Geschehens gebracht werden. Gegebenenfalls muss eine der Inzisionen durch eine Minilaparotomie vergrössert werden, um z.B. eine Kolonsegmentresektion durchführen zu können.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier erhalten Sie einen Einblick in unsere OP-Abteilung.

In unserer Klinik führen wir laparoskopische Eingriffe bei folgenden Krankheiten durch:

  • Cholecystolithiasis 
  • Leistenhernien 
  • Benigne Nebennierentumoren 
  • Sigmadivertikulitis 
  • Benigne Kolontumore 
  • Splenomegalie 
  • Ulcusperforation 
  • Appendizitis 
  • Refluxösophagitis/ Hiatushernie

Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich werden alle modernen Eingriffe der Koloproktologie durchgeführt. Insbesondere bestehen Möglichkeiten zur funktionellen und morphologischen Diagnostik in der Koloproktologie.

In unserer Klinik stehen die folgenden Untersuchungen zur Verfügung:

  • Endosonographie des Analkanals, Rektums 
  • Analmanometrie 
  • Volumetrie des Rektums 
  • Defäkographie 
  • Analsphinkter-EMG 
  • Kolontransitzeitbestimmung 
  • Diagnostische und therapeutische Koloskopie 
  • Rektoskopie 
  • Proktoskopie

Diese dezidierte Diagnostik erlaubt die Durchführung der folgenden Eingriffe:

  • Hämorrhoidektomie (Parks, Milligan-Morgan) 
  • Staplerhämorrhoidopexie
  • Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur (HAL)
  • Fissurektomie, laterale Sphinkterotomie 
  • Anale Botulinumtoxininjektion zur Analfissurbehandlung 
  • Analsphinkterrekonstruktion 
  • Transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) 
  • Transanale Rektumprolapsresektion (Altemeyer, Rehn-Delorme) 
  • Transabdominelle Resektionsrektopexie 
  • Analfistelchirurgie 
  • Mucosaverschiebelappenplastik 
  • Fadendrainage

Forschung und Lehre

Seit 2005 sind wir ein anerkanntes Hospitationszentrum für Leisten-, Nabel- und Narbenhernien (sowohl laparoskopisch als auch konventionell). In diesem Zusammenhang werden internationale Studien (Narbenhernie) von hier aus initiiert und Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen präsentiert.

Im Rahmen von Qualitätszirkeln werden onkologische Patienten in Tumor-Boards besprochen und deren Daten analysiert. Die Teilnahme an überregionalen Studien ist hierbei verpflichtend.

Ein internes Qualitätsmanagement beinhaltet neben einem Fortbildungsplan die prospektive Patientendokumentation mit Ausweisung unter anderem in zweijährlichen Qualitätsberichten der Klinik.

Begleitendes Angebot

Gemeinsam mit der Medizinischen Klinik mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie wird ein viszeralmedizinische Station betrieben. Folgende weitere viszeralchirurgische Krankheitsbilder werden von uns chirurgisch versorgt:

Elektiveingriffe:

  • Divertikel der Speiseröhre (Zenker-Divertikel) 
  • Ulcera ventrikuli et duodeni 
  • Notfalleingriffe (laparoskopisch und offen) 
  • Elektive Magenresektionen (B1/2 Resektion) 
  • Cholezysto/Choledocholithiasis 
       o Cholezystektomie (laparoskopisch und offen)
       o Choledochusrevisionen
  • Benigne und maligne Lebererkankungen (Karzinome, Metastasen, Adenome, Zysten) 
  • Elektive Splenektomien bei hämatologischen Erkrankungen (laparoskopisch und offen) 
  • benigne Pankreaserkrankungen
       o akute Pankreatitis (interdisziplinär)
       o chronische Pankreatitis (Drainageoperationen, resezierende  Verfahren z.B. OP nach Beger) 
  • Gutartige Neoplasien der Papilla vateri (Papillenresektionen) 
  • Sigmadivertikulitis (laparoskopisch und offen) 
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Weichteiltumore
  • Hernien
       o Hiatusgleithernie
       o paraoesophageale Hernien (laparoskopisch und offen)
       o Leistenhernien, Femoralhernien (laparoskopisch und offen, mit und ohne alloplastischem Material)
       o Narbenhernien (mit und ohne alloplastischem Material)
       o Nabelhernie

Die Operationen werden, wann immer möglich, mit dem schonenden Verfahren der minimal-invasiven, endoskopischen Chirurgie ausgeführt. Der große Vorteil hierbei besteht neben dem guten kosmetischen Ergebnis vor allem in einer kurzen Krankenhaus-Verweildauer und in einer schnellen Genesung der Patienten. Unabhängig hiervon ist eine modifizierte Fast-Track-Chirurgie etabliert worden. Neben einer weiteren Verkürzung des stationären Aufenthalts wurde hiermit durch Aufhebung der Nahrungskarenz auch der perioperative Patientenkomfort erhöht.

Die Klinik ist ein anerkanntes Hospitationszentrum für Leisten-, Nabel- und Narbenhernien (sowohl laparoskopisch als auch konventionell). In diesem Zusammenhang werden internationale Studien (Narbenhernie) von hier aus initiiert und Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen präsentiert.