Minimal-invasive Chirurgie

Seit 2006 ist die Erweiterung zur Viszeralchirurgie von der Bezirksregierung Münster anerkannt worden. Die Viszeralchirurgie umfasst die Erkennung und die operative Behandlung (ambulant sowie stationär) von Erkrankungen im Bereich von Hals-, Brustkorb-, Bauch-, Leisten- sowie der Anal-Region .

Die Operationen werden, wann immer möglich, mit dem schonenden Verfahren der minimal-invasiven, endoskopischen Chirurgie ausgeführt. Der große Vorteil hierbei besteht neben dem guten kosmetischen Ergebnis vor allem in einer kurzen Krankenhaus-Verweildauer und in einer schnellen Genesung der Patienten. Unabhängig hiervon ist eine modifizierte Fast-Track-Chirurgie etabliert worden. Neben einer weiteren Verkürzung des stationären Aufenthalts wurde hiermit durch Aufhebung der Nahrungskarenz auch der perioperative Patientenkomfort erhöht.

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie stellt die Behandlung onkologischer Krankheitsbilder einen wichtigen Schwerpunkt dar. Im Rahmen von Qualitätszirkeln werden onkologische Patienten in Tumor-Boards besprochen und deren Daten analysiert. Die Teilnahme an überregionalen Studien ist hierbei verpflichtend. Ein internes Qualitätsmanagement beinhaltet neben einem Fortbildungsplan die prospektive Patientendokumentation der Patienten.

Die Schwerpunkte der Abteilung:

  • Chirurgie von Krebserkrankungen (neben allen Krebsarten des Verdauungstraktes (s.u.) werden Lungentumore sowie bösartige Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenniere und der Weichteile behandelt)
  • Schilddrüsenchirurgie 
  • Chirurgie von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen (laparoskopisch und offen sowie mit und ohne alloplastischem Material)
  • Chirurgie des Darms und der Bauchorgane (gut- und bösartige Veränderungen im Bereich des Magens, des Zwölffingerdarms,des Dünndarmes sowie des gesamten Dickdarmes und Enddarmes, der Leber, der Gallenblase,der Gallenwege sowie der Bauchspeicheldrüse, der Milz und der Bauchlymphknoten sowie Tumore im hinteren Bauchbereich und der Bauchwand)
  • Chirurgie der Analregion/Proktologie(Hämorrhoiden, Analfisteln und Abszesse können mit zum Teil schmerzfreien Verfahren behandelt werden: Hämorrhoidektomie nach Parks und Milligan-Morgan, Staplerhämorrhoidopexie, Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur, Fissurektomie, laterale Sphinkterotomie , anale Botulinumtoxininjektion, Analschließmuskelrekonstruktion, transanale endoskopische Mikrochirurgie, transanale Rektumprolapsresektion nach Altemeyer und Rehn-Delorme, transabdominelle und endoskopische Rektopexie, Mucosaverschiebelappenplastik, Fadendrainage)

Das gesamte Spektrum der konventionellen und minimal-invasiven Chirurgie wird auf höchstem Niveau in einem 2005 nach modernen internationalen Richtlinien fertiggestellten OP-Trakt angeboten.

Gemeinsam mit den Gastroenterologen betreibt die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie eine Visceralmedizinische Station (Bauchstation).  Tägliche radiologische Konferenzen, wöchentliche gastroenterologisch und onkologisch zertifizierte Kolloquien ermöglichen einen immer aktuellen Wissenstand der Mitarbeiter. Der Patient wird nicht einer Klinik zugeordnet, er ist Mittelpunkt der interdisziplinären Diagnostik und Therapie in unserem Krankenhaus. Um einen reibungslosen Ablauf von der Aufnahme bis zur Entlassung zu ermöglichen, ist in der Ambulanz ein zentrales Patientenmanagement eingerichtet, in dem den Patienten ein Oberarzt und eine Sekretärin als feste Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Die Klinik ist ein anerkanntes Hospitationszentrum für Leisten-, Nabel- und Narbenhernien (sowohl laparoskopisch als auch konventionell). In diesem Zusammenhang werden internationale Studien (Narbenhernie) von hier aus initiiert und Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen präsentiert.