Handgelenk und Finger

Werte wie Lebensqualität, Arbeitsfähigkeit und persönliche Entfaltungsmöglichkeiten sind abhängig davon, dass die Hände einwandfrei "funktionieren". Als Träger des Tastsinns erfüllen sie wesentliche Funktionen im Erfassen unserer Umwelt und sind vergleichbar dem Gehör- und dem Geruchssinn. Zugleich ist die Greiffunktion für zahllose Tätigkeiten unerlässlich.

Das Handgelenk setzt sich aus mehreren Teilgelenken und vielen Knochen zusammen, es ist ein zusammengesetztes Gelenk (Articulatio composita).

Die wichtigsten daran beteiligten Knochen sind Elle (Ulna) und Speiche (Radius), sie bilden die Gelenkpfanne des körpernahen Handgelenks – die proximale Reihe der Handwurzelknochen bilden den Gelenkkopf. Es ist ein Ellipsoidgelenk (Eigelenk) mit zwei Bewegungsrichtungen.

Das Handmittelgelenk liegt zwischen der proximalen und distalen Reihe der Handwurzelknochen. Diese Art Gelenk wird auch als verzahntes Scharniergelenk bezeichnet.

Die körperferne Abteilung des Handgelenks liegt zwischen der distalen Reihe der Karpalknochen und den Mittelhandknochen.

Die einzelnen Gelenke des Handgelenks werden durch eine Vielzahl von Bändern gestützt und stabilisiert. Auf der Handrückseite verlaufen die Strecksehnen in der Sehnenscheide, oder auch Sehnenfächern genannt. Auf der Handinnenseite laufen alle Sehnen mit dem Nervus medianus unter dem Karpalband durch den Karpaltunnel.

Verfahren zur Behandlung von Handgelenk/Fingern im MHB

  • Arthroskopische Eingriffe
    • Nach Frakturbehandlung
    • Bei Diskusverletzungen
  • Offene Eingriffe
    • (Teil)-Arthrodesen, bei rheumatischen Erkrankungen
    • Tenosynovektomie
    • Denervierung bei chron. Schmerzen
    • Resektionsinterpositionsarthroplastik bei Rhizarthrose
    • Kapaltunnelspaltung
  • Endoprothethik
    • Fingergelenkprothesen, bei rheumatischen Erkrankungen
  • Traumachirurgie
    • winkelstabile Platten-Osteosynthesen