Das Team der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie ist vor Ihrer Operation zuständig für Ihre gründliche körperliche Untersuchung, die Bewertung aller klinischen Befunde und der individuellen Risikoeinschätzung sowie der Wahl des geeigneten Narkoseverfahrens. Dabei gehört der Abbau Ihrer möglicherweise bestehenden Bedenken vor der Narkose genauso zu unseren Aufgaben wie die medikamentöse Vorbereitung auf den Eingriff.

15 hochmotivierte Ärztinnen und Ärzte (überwiegend Fachärzt*innen) und spezialisierte Fachpflegekräfte stellen rund um die Uhr Ihre optimale Betreuung sicher. Am Operationstag besteht unser Tätigkeitsspektrum einerseits darin Sie optimal während Ihrer Narkose zu überwachen. Dabei überwachen wir engmaschig die Funktionen aller Ihrer lebenswichtigen Organe, insbesondere des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge, des Gehirns und der Nieren. Wir als Narkoseärzt*innen sind maßgeblich für Ihre Sicherheit verantwortlich und besitzen die Qualifikation, für eine Wiederherstellung akut auftretender Organfunktionsstörungen zu sorgen.

Dazu kommen alle modernen Verfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie (Teilnarkose) sowie deren Kombinationen einschließlich rückenmarksnaher (Rückenmarksnarkose) und periphere Nervenblockaden (Plexusanästhesien der oberen und unteren Extremität; Fuss- und Handblock) mit und ohne Katheter zur Anwendung.

Die technische Ausrüstung aller sieben Operationssäle, der Intensivstation und des Aufwachraumes halten wir für Sie ständig auf dem neusten Stand der Technik und ermöglicht es uns Sie zu jederzeit so genau zu überwachen, wie es für Sie erforderlich ist.

Die technische Ausstattung sowie unsere Expertise macht es uns möglich, Sie zu jedem Zeitpunkt optimal zu versorgen – unabhängig davon, wie schwer Sie vorerkrankt sind.

Darüber hinaus gehört es zu unseren Aufgaben, Sie nach Ihrer Operation so lange im Aufwachraum oder auf unserer Intensivstation zu überwachen, bis Sie sicher und weitestgehend schmerzfrei auf Ihre normale Station zurückverlegt werden können.

Narkose-Aufklärungsgespräch

Das Narkose-Aufklärungsgespräch findet in der Narkoseambulanz (bzw. Tagesklinik) mit den Narkoseärzt*innen statt und dient dazu,

  • gemeinsam das für Sie optimale Verfahren der Narkose zu ermitteln und Ihre Wünsche zu berücksichtigen
  • detailliert den Ablauf vor, während und nach der Narkose zu besprechen und Ihre Fragen zu beantworten, z. B.:
    • „Ab wann müssen Sie nüchtern sein (letzte Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme)?“
    • „Welche Medikamente müssen gestoppt werden und welche sollen Sie am Operationstag noch einnehmen?“
    • „Wie wird die Schmerztherapie nach der Operation durchgeführt?“

Im Wartebereich der Tagesklinik werden Sie vor dem Gespräch mit den Narkoseärzt*innen gebeten, Ihre Vorerkrankungen in einem „Aufklärungs-Formular“ aufzulisten, falls dies zuvor noch nicht geschehen ist.

Den Narkoseärzt*innen liegen vor dem Narkose-Aufklärungsgespräch bereits die Informationen vor, die Sie im Gespräch mit dem Operateur oder mit anderen Mitarbeiter*innen im Sankt Marien-Hospital schon vor dem Narkose-Aufklärungsgespräch angegeben haben. Die Narkoseärzt*innen werden für Ihre Sicherheit jedoch alle Informationen über Medikamente, Allergien, Vorerkrankungen usw. noch einmal mit Ihnen besprechen.

Checkliste „Was muss ich für das Narkose-Aufklärungsgespräch mitbringen?“

Um die notwendigen Informationen während des Narkosegespräches geben zu können, ist es wichtig, dass Sie folgende Dokumente mitbringen:

  • Arztbriefe und andere Dokumente von Behandlungen, die außerhalb des Sankt Marien-Hospitals stattgefunden haben (insbesondere Unterlagen von stationären Krankenhausaufenthalten, aber auch von niedergelassenen Ärzt*innen wie Kardiolog*innen (Herz-Spezialist*innen) oder Pneumolog*innen (Lungenfachärzt*innen)
  • Eine Auflistung der Operationen, welche Operationen bisher bei Ihnen durchgeführt wurden
  • Eingriffe und Untersuchungen: z.B. Herzkatheter-Untersuchungen, Lungenfunktionsuntersuchungen, usw. Wenn sie Unterlagen dazu haben, bringen Sie diese bitte mit.
  • Dokumentationen über Schwierigkeiten, die schon einmal bei Operationen oder Narkosen aufgetreten sind, z. B. Anästhesie-Ausweis
  • Allergie-Ausweis
  • Herzschrittmacher-Ausweis

Narkosegespräch bei Kindern

Narkose-Aufklärungsgespräche bei Kindern müssen per Gesetz mit beiden Elternteilen geführt werden, und auch die Unterschrift muss von beiden Eltern vorliegen. Wenn nur ein Elternteil anwesend ist, muss eine Bevollmächtigung durch den nicht anwesenden Elternteil vorliegen.

Nur Vorsorgeberechtigte dürfen die Einverständniserklärung unterschreiben – nahen Verwandten wie Großeltern ohne Vorsorgeberechtigung ist dies per Gesetz nicht erlaubt.

Übersetzer (Dolmetscher)

Es ist sehr wichtig, dass Sie alles verstehen, was die Narkoseärzt*innen erklären. Es ist auch sehr wichtig, dass die Narkoseärzt*innen alle Informationen von Ihnen bekommt.

Sie und ihre Angehörigen sind dafür verantwortlich, dass ein Übersetzer*in (Dolmetscher*in) bei dem Narkosegespräch anwesend ist, damit alle Fragen beantwortet werden können.

Das Aufklärungs-Formular und die Einverständniserklärung haben wir in vielen verschiedenen Sprachen. Dieses bekommen Sie von unseren Narkoseärzt*innen.

Kontakt Narkoseambulanz / Tagesklinik

Montags bis freitags 07:30 – 16:30 Uhr

+49 209 364 4365

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